SV Eintracht Sermuth e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse Nord, 3.ST

Roter Stern   SV Eintracht Sermuth
Roter Stern 2 : 2 SV Eintracht Sermuth
(0 : 1)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse Nord   ::   3.ST   ::   13.10.2019 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Tom Reißig, Marvin Gräf

Gelbe Karten

Robin Eidam

Zuschauer

549

Torfolge

0:1 (45.min) - Marvin Gräf
0:2 (52.min) - Tom Reißig
1:2 (70.min) - Roter Stern
2:2 (88.min) - Roter Stern

Sermuth kurz vor Schluss geschockt

Vor gut 500 Zuschauern ließen sich die Gastgeber nach Spielschluss feiern, weil sie eine drohende Niederlage gerade noch abwenden konnten. Auf der anderen Seite sah man den Spielern um Nico Hannover und Kevin Mörtlbauer die Enttäuschung in den Gesichtern an. Mit dem Ausgleich durch Max Herzog in der Schlussminute der regulären Spielzeit mit einem herrlichen Freistoß schockte dieser die Gäste und zerschoss den Traum vom ersten Auswärtssieg der Saison. Wenn man die Chancenanteile im Spiel betrachtet, wäre ein Sieg für die Eintracht mehr als gerecht gewesen.

Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, Julian Adam hatte per Kopf eine Halbchance und auf der anderen Seite machte Max Herzog der linken Abwehrseite schon sehr zu schaffen. Die ersten Aufreger gab es in der 11. sowie 13. Minute, als Adam und Robin Eidam im Strafraum zu Fall gebracht worden waren, aber der insgesamt gute Schiedsrichter Rehm ließ weiterspielen. Nach einem weiten Einwurf von Hannover köpfte Adam am Tor vorbei. Danach rettete Christoph Heinitz vor Elias Baloun. Nach einer halben Stunde bediente Hannover den schnellen Eidam, der aus spitzem Winkel uneigennützig den Rückpass suchte – der Ball wurde abgeblockt, Trainer Dietrich hätte sich mehr Egoismus gewünscht. Im Gegenzug spielten sich die Sterne per Doppelpass klug zum Sermuther Strafraum durch, aber bei Heinitz war Schluss.

Die Gäste hatten nun deutlich mehr vom Spiel und setzten die Gastgeber Zusehens mehr unter Druck, ohne Großchancen zu kreieren. Als dann alle schon gedanklich in der Kabine waren, zeigte sich Marwin Gräf hellwach und nutzte die Tiefschlafphase vom Leipziger Torhüter Max Siekmann und schob zur Sermuther Pausenführung ein. Fünf Minuten nach der Pause erhöhte Tom Reißig nach einem Eckball von Hannover auf 2 : 0 aus Gästesicht. Und jetzt zog sich die Eintracht unverständlicher Weise weit zurück. Die Gastgeber spielten aber auch nicht so zwingend, dass man ernste Probleme bekam.

Doch in der 70. Minute zeigte der beste Leipziger, warum er deren Torschützenkönig ist. Rechts angespielt, zog er in Robben – Manier nach innen und hämmerte den Ball mit seinem starken linken Fuß unter die Querlatte zum Anschlusstreffer. Nun waren die Sterne wach und sie spielten besser. Kaum noch Entlastung bei Sermuth und die Ballverluste wurden immer schwerwiegender. Als kurz vor Ultimo die Gäste den Ball vorn verloren und im Anschluss der Ball an der Strafraumgrenze nicht konsequent aus der Gefahrenzone gedroschen wurde, kam es wie es nicht kommen durfte – Freistoß Leipzig – Tor Herzog. In der Nachspielzeit scheiterte Eidam per Kopf und Christian Döbold im Nachschuss.Wenn ein Maler die langen Gesichter der Gäste hätte zeichnen sollen, hätte er ganz sicher einen neuen Kunststil entwickelt.

Den Sieg in der letzten Minute noch aus der Hand zu geben ist natürlich bitter. Jedoch hat man am kommenden Sonntag wieder die Möglichkeit im Heimspiel gegen den SV Liebertwolkwitz die nötigen Punkte einzufahren. Mit einem Heimsieg bleibt man auf Tuchfühlung zu den Tabellenplätzen, welche sich jenseits vom Tabellenende befinden. Sicher wird es auch gegen Liebertwolkwitz nicht einfach. Die Statistik aus den letzten zehn Vergleichen spricht mit sechs Siegen eindeutig für Liebertwolkwitz. Aber wem interessieren Statistiken im Fußball?