SV Eintracht Sermuth e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse Nord, 22.ST (2018/2019)

SV Eintracht Sermuth   FSV Krostitz
SV Eintracht Sermuth 2 : 3 FSV Krostitz
(1 : 2)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse Nord   ::   22.ST   ::   14.04.2019 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Clemens Thieme

Gelbe Karten

David Krelke

Torfolge

0:1 (15.min) - FSV Krostitz
0:2 (18.min) - FSV Krostitz
1:2 (35.min) - FSV Krostitz (Eigentor)
2:2 (54.min) - Clemens Thieme
2:3 (64.min) - FSV Krostitz

Rasse – Klasse – Tragik

Bei typischem Aprilwetter hatten die Zuschauer keine Zeit zum Frieren. Was beide Teams an Tempo, harter, aber meist fairer Zweikampfführung, beidseitigem Konterfussball, Torchancen und natürlich auch fünf Tore und ein verschossener Elfmeter in der Nachspielzeit, zeigten, Fussballherz – was willst du mehr. Jedenfalls aus Sicht der Betrachter der Partie. Liebhaber von reinem Taktikfussball aber nicht.

Die Eintracht begann sehr forsch, stand sehr hoch und hätte nach wenigen Sekunden führen können, aber Tobias Martin vergab. Das ähnliche Szenario in Minute vier und sieben. Nicht konsequent genug reagierten die Sermuther Angreifer auf die völlig überraschte Defensive des FSV. Dann der Doppelschlag der Gäste nach einer Ecke (17.) und einem Freistoß (20.) Minute stand es plötzlich 0 : 2, weil Christoph Wittig nach Standarts , vor denen die Trainer gewarnt hatten, schneller reagierte als die gesamte Sermuther Mannschaft. Die Gastgeber übernahmen weiter das Zepter des Spiels und kombinierten weiter mutig.

Nach 35 Minuten wurde dies endlich belohnt. Stefan Pannike, laut Ex – ZFC Meuselwitz – Angreifer Andreas Luck „einfach überragend“, leitete ein Ball direkt zu Marcus Hein, der seine Schnelligkeit demonstrierte und Marvin Gräf bediente. Dieser umkurvte Tom Röthel im FSV – Tor und schob zum Anschlusstreffer ein (35.). Sermuth dominierte und Krostitz konterte. Andreas Luck zeigte dabei immer wieder auf FSV – Seite seine strategischen Fähigkeiten. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte dann auch den Bierstädtern, aber Christoph Heinitz war zur Stelle.

Nach dem Wechsel branden die Gastgeber ein wahres Feuerwerk ab. Nach einem Freistoß von Pannike vergab Martin eine Hundertprozentige (50.) Ein Freistoß vom souveränen Marcel Vogel strich über die Torlatte (51.), in der gleichen Minute holte Röthel einen Martin – Schuss aus der kurzen Ecke. Doch nach 54 Minuten war der Bann gebrochen. Nach einer Pannike – Ecke schraubte sich Lorenzo Goethe am höchsten und bediente Clemens Thieme, der eiskalt zum Ausgleich einköpfte. Gleiches Bild wie in Halbzeit eins: die Eintracht spielte richtig stark und hielt das Tempo hoch, aber es blieben die Höchkaräter aus. Der FSV konterte und hatte zweimal durch Luck die Chance zur erneuten Führung.

Bei dem extrem schnellen Auf und Ab kam nach einem Foul an Johannes Horn eine Unterzahlsituation, da dieser außerhalb verletzt behandelt wurde. Bei einem Konter über außen, spielte Marzog auf Luck, der unkonventionell die erneute Führung erzielte. Die Moral des SV Sermuth war nicht gebrochen. Mit unbändigem Willen versuchten sie den Ausgleich zu erzielen. Die Viererkette wurde aufgelöst, Vogel ging in die Offensive und man drückte die Gäste in die eigene Hälfte. Pannike schoss freistehend über den Röthel – Kasten. Aber auch Krostitz blieb in dieser dynamischen Partie kreuzgefährlich und vergab klare Chancen.

Die Nachspielzeit lief und immer noch glaubten die Gastgeber an den wohlverdienten Punkt. Nach einer Pannike – Ecke wird der einschussbereite Vogel umgemäht. Schiedsrichte Krüger zeigte auf den Punkt. Der Tragödie letzter Teil wird eingeleitet: Martin, der bisher alle seine Strafstöße verwandelte, tritt an – und scheitert am guten Röthel. Krüger pfiff kurz darauf eine hochwertige Landesklassepartie Partie ab. Wenn man das Spiel analysiert, versteht man, warum beide Team im oberen Mittelfeld stehen und diesmal siegte der Glücklichere.

Dass die Zuschauer wieder kommen, versteht sich nach einer solch intensiven Begegnung. Positiv überraschte auch Marvin Gräf, der wenn er fit wird, eine top Perspektive sein wird.